04 2026 Editorial
Regen statt Karneval
Liebe Leser!
Nach sieben Jahren Dürre hat es diesen Winter wieder ausgiebig geregnet. Der Wettergott hat es vielleicht gut gemeint, aber etwas übertrieben. Beim Karneval von Maspalomas mussten einige Veranstaltungen, darunter der große Umzug, um eine Woche verschoben werden. Ob die neuen Termine halten, stand zum Redaktionsschluss noch in den Wolken.
Jedenfalls sorgte das Regenwetter für einige brenzlige Situationen, vor allem an der Küste und in den Bergen. Überschwemmte Promenaden, gesperrte Straßen, Felsbrocken auf Abwegen – Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun.
Während auf den Kanaren der Himmel seine Schleusen öffnete und für segensreichen Regen sorgte, regnet es anderswo Zerstörung. Krieg ist salonfähig geworden, vor allem in den Köpfen von denjenigen, die auf bestimmte Knöpfe drücken können. Dieselben Köpfe, die lieber von begrenzten Maßnahmen reden. Und die ihre Kriege wie ein Computerspiel auf dem Bildschirm verfolgen und dem Publikum präsentieren. Das Ganze passiert inzwischen weltweit, so wie die Auswirkungen die ganze Welt betreffen, so dass man getrost von einem Weltkrieg sprechen kann. Auch wenn hier eher von einem Geldkrieg die Rede sein muss. Die Welt wirkt dabei wie ein Spielfeld, auf dem manche die Züge machen und andere die Folgen tragen. Es sind bei weitem nicht nur die Waffenlobbys, sondern andere Akteure wie Ölmultis, aber auch größenwahnsinnige Politiker, die das Chaos auf der Welt verursachen und damit reich werden.
Auch wenn die Kanaren geografisch fernab liegen, bleiben die Auswirkungen spürbar. Steigende Energiepreise, verunsicherte Reisende, eine Wirtschaft, die zwischen Hoffnung und Realität balanciert. Gerade eine Region wie die unsere, die vom Tourismus lebt, reagiert sensibel auf die globalen Erschütterungen. Wie schnell, wenn überhaupt, sich die Weltwirtschaft erholt oder neu orientiert, steht in den Sternen.
Optimismus zu zeigen ist angesichts der weltweiten Krise nicht einfach. Trotzdem sollten wir nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern im Rahmen unserer Möglichkeiten positiv denken und handeln. Genau diesen Blick möchten wir mit Gran Canaria Olé bieten: informiert, aufmerksam, aber mit einem Sinn für das, was trägt.
In dieser Ausgabe finden Sie wie gewohnt Reportagen, Tipps und nützliche Informationen von Apothekennotdiensten bis Veranstaltungskalender. Viel Vergnügen beim Lesen wünschen die Herausgeber
Angelina, Roswita und Manfred Sander
